Rassebeschreibung der Penedesenca

 

Herkunft:

Sehr alte katalonische Hühnerrasse. Ab 1921 in Spanien rein gezüchtet.

Gesamteindruck:

Derbe Landhuhnform. Stolz aufgerichtet mit geradem, abfallendem 

Rücken und einem vollen, etwas offen getragenem Schwanz. 

Die Besonderheit ist das Kammende, wo aus der Kammfahne auf beiden

Seiten ein Zacken ausgebildet ist, so dass von hinten gesehen 

ein kreuzartiger Abschluss erscheint (spanisch Clavel genannt).

Rassemerkmale Hahn

Rumpf: 

walzenförmig; muskulös; etwas abfallende Haltung.

Hals: 

verhältnismäßig lang im Vergleich zum Körper; mit guter 

Bogenlinie und vollem Behang.

Rücken:

breit; leicht abfallend.

Schultern: 

wenig hervortretend; etwas abgerundet.

Flügel:

gut am Körper anliegend.

Sattel:

knapp; deshalb im Übergang verjüngt wirkend.

Schwanz: 

groß; gut befiedert; etwas gefächert; fast steil getragen, 

wobei die Hauptsicheln den Schwanz überragen.

Brust:

breit und voll; Brustbein weit nach vorne reichend.

Bauch:

wenig entwickelt.

Kopf:

länglich und breit

Gesicht:

 rot, mit kleinen Federchen besetzt.

Kamm: 

Einfach; groß; gerade und fest aufgesetzt, mit 4-6 nicht zu langen Zacken. Im Hinterteil der Kammfahne ist auf beiden Seiten seitlich ein Kammauswuchs (auch zwei gestattet) ausgebildet, so dass ein kreuzartiger Abschluss erscheint (Kreuzfahne, auch als Clavel bezeichnet ).

Kehllappen: 

groß.

Ohrscheiben:

 länglich oval; weiß: oft faltig, leicht rote Einlagerungen gestattet.

Augen:

 mittelgroß; orangerot.

Schnabel: 

kräftig; etwas gebogen; hornfarbig mit dunklem First.

Schenkel:

kräftig; mittellang.

Läufe:

mittellang; glatt; blaugrau.

Zehen:

gut gespreizt.

Gefieder:

gut anliegend; sichtbares Flaumgefieder im Schwanzübergang gestattet.

Rassemerkmale  Henne

Bis auf die Geschlechtsbedingten Unterschiede beim Hahn entsprechend, jedoch im Bauch stärker ausgeprägt. In der Körperhaltung oft etwas waagerechter. Der überwiegend große Kamm hängt im hinteren Teil nach einer Seite. Das Hinterteil des Kammes ist ebenso geformt wie beim Hahn.

Grobe Fehler Rassemerkmale

Zu leicht oder zu schmal im Körper; zu tief im Stand; zu flache Schwanzhaltung; rote Ohrscheiben; Fehlen der seitlichen Kammauswüchse oder mehr als zwei der Kammauswüchse je Seite.

 

Farbenschläge

Gold-weizenfarbig:

Hahn: Kopf, Hals und Sattelbehang goldbraun, der Halsbehang nach dem Kopf und der Sattelbehang nach dem Rücken hin am dunkelsten, nach unten aufhellend ohne schwarze Schaftstriche. Rücken, Schultern und Flügeldecken kastanienbraun. Flügelbinden grünglänzend schwarz, braun durchgesetzt gestattet. Bauch und Schenkel schwarz. Schwanz schwarz mit grünlichem Glanz.

 

Henne: Halsbehang satt goldbraun, gering mattschwarze Zeichnung im unteren Teil gestattet. Rücken und Mantelgefieder weizenfarbig, das Flügeldreieck etwas dunkler ( ledergelb). Schwarze Einlagerungen in der Innenfarbe der Schwingen. Brust hellweizenfarbig .Bauch und Schenkel semmelfarbig. Steuerfedern grauschwarz, lederbraun schattiert. Schwanzdeckfedern überwiegend weizenfarbig.

Grobe Fehler: Schilf in Schwingen und Schwanz. Beim HAHN heller Saum in den Behängen und vorwiegend schwarzes Flügeldreieck. Bei der Henne viel zu helle, stark fleckige Mantelfarbe.

Kennfarbig:

Hahn: Brust, Bauch Handschwingen, Schwanz und Untergefieder grau gesperbert. Halsbehang rötlich gelb, Sattelbehang goldfarbig, beide mit grauen Schaftstrichen und weißer Querstreifung. Rücken und Schultern rot mit angedeuteter Sperberung. Armschwingen an der Innenfahne grau, Außenfahne grau-weiß-gelb gewellt, geschlossen ein dreifarbiges Flügeldreieck bildend.

Henne: Körpergefieder auf rebhunhnfarbiger Grundfarbe matt schiefergrau gesperbert. Halsbehang goldfarbig mit grauen Schaftstrichen und grauweißer Querstreufung. Handschwingen und Schwanz dunkelgraubraun mit schwarzer Rieselung. Lauffarbe fleischfarbig.

Grobe Fehler: Beim HAHN: Gelb durchsetzte Brustfarbe; nicht durchgefärbtes Flügeldreieck. Bei der HENNE: Fehlen des braunen Farbtons im Mantelgefieder; zu hellgelbe Brustfarbe. Schilf bei beiden Geschlechtern.

Rebhuhnfarbig - gebändert:

Hahn: Kopf goldbraun, Hals - und Sattelbehang goldfarbig mit zarten, schwarzen Schaftstrichen, die am oberen Federkiel entlang goldfarbig unterbrochen sind. Rücken, Schultern und Flügeldeckfedern goldbraun. Die größeren Flügeldeckfedern ( Binden) schwarz. Handschwingen schwarz, goldbraun durchbrochen. Armschwingen außen braun (Flügeldreieck), innen schwarz. Handschwingen schwarz mit braunen Außenrand. Brust, Bauch und Schenkel schwarz mit brauner Säumung. Steuerfedern schwarz, möglichst braun gesäumt. Sicheln schwarz, braune Einlagerungen gestattet.

Henne: Kopf goldfarbig. Halsbehang goldfarbig mit Zeichnung ähnlich des Mantelgefieders und breitem goldfarbigen Schnucksaum. Körpergefieder gleichmäßig goldbraun mit mehrfacher, der Federform folgender, schwarzer Bänderung. Handschwingen schwarz. Armschwingen außen golbraun mit bänderartiger Zeichnung, innen nahezu 

schwarz.

Die Anerkennung erfolgte im Dezember 2003 auf der 108. LIPSIA/ 30. VHGW-Schau

Grobe Fehler:

Beim HAHN: Klatschig braune Brust - und Schenkelzeichnung; durchstoßende Schaftstriche.
Bei der HENNE: Sehr ungleichmäßige Grundfarbe; verwaschene oder fehlende Zeichnung; schwarze Federkiele. Schilf bei beiden Geschlechtern.

Gewichte

Hahn 2,0-2,7 kg; Henne 1,7-2,0 kg.

Bruteier-Mindestgewicht: 60 g.

Schalenfarbe der Eier: Sehr dunkles Rotbraun.

Ringgrößen: Hahn 18 , Henne 16

 

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